Mit dem größten Maifeuer des Rheinlandes wurde in der Hexennacht auf Burg Satzvey der Sprung in den Mai gefeiert.
Die Burg liegt auf dem Land in der Nähe von Mechernich und Euskirchen und gehört als Wohn- und Stammsitz der Familie der Grafen Beissel von Gymnich. Die Events dort werden allerdings von der “Patricia Gräfin Beissel GmbH | Konzepte & Entertainment” veranstaltet. Der Eintritt für die Burg und das Gelände variieren von Event zu Event. Für Dieses wurden 20 Euro verlangt.
Was gleichzeitig der Anfang in einen neuen Monat war, war gleichzeitig der Abschluss eines zauberhaften Tages.
Was von außen aussah wie eine relativ kleine, wenn auch schön anzusehende Burg, entpuppte sich von innen als ein wirklich beeindruckender Hexenmarkt.
Es gab keinen Stand an dem nicht mindestens einer unserer Redakteure weniger als 5 Minuten stehen bleiben musste, um sich das Angebot genauer anzuschauen. Die Preise für Accessoires, Kleidung und Souvenirs waren hoch, besonders für Studenten, aber vergleichbar mit ähnlichen Märkten. Als wir bei der Konzertwiese angekommen waren, hatte die erste Band schon aufgehört zu spielen.
Aber während die Bands zwar unterhaltsam waren, zog es einen doch immer wieder zurück auf den Markt und zu den Ständen. Das Angebot an Essen und Getränken war vielfältig aber zu Preisen, die mit anderen Festivals vergleichbar sind, also recht teuer.
Besonders beeindruckend waren die Kostüme. Nicht nur von Mitarbeitern des Festes, sondern auch von Gästen die sich in ihre glänzendsten Rüstungen und düstersten Umhänge geworfen haben.
Dahinter steckt eine komplette Subkultur mit einer eigenen Kunstform, die weit über einfaches Fasching hinausgeht. In so ein komplettes Kostüm stecken Leute hier gerne mal mehrere hundert Euro und Monate ihrer Freizeit. Denn das meiste am Kostüm wird selbst gebaut. Nur die Kreativität und das Budget setzen hier die Grenzen. Wir haben Hexen gesehen, Dämonen, Ritter, Landsknechte, Druiden und Fabelwesen.
Beendet wurde die Nacht mit Metal Musik und dem größten Maifeuer in Nordrhein-Westfahlen. Anfangs war die Sicht auf das Feuer nicht die beste. Eine flache Wiese und extrem viele dicht gepackte Menschen. Nach einiger Zeit wurde allerdings die Fläche um das Feuer für Besucher freigegeben und die Menschenmasse lockerte sich, sodass jeder den schönen Anblick genießen konnte.
Zusammenfassend kann ich die Hexennacht wärmstens an alle empfehlen, die Mittelalter, Hexen und Rockmusik mögen. Auf der Burg gibt es auch noch weitere Veranstaltungen, man muss also nicht bis zum nächsten Mai warten, die Burg ist auch so einen Besuch wert.
Geschrieben von: Joshua Buß
